SÖS LINKE PluS

Verwaltungsspitze und Gemeinderatsmehrheit zu geizig für echte Gehaltserhöhung des Klinikpersonals

„In den Sonntagsreden, Dankesbekundungen und lauwarmen Glückwunschschreiben waren Verwaltungsspitze und Gemeinderatsmehrheit ganz klar: Das Pflegepersonal am Klinikum hat eine außerordentliche Leistung vollbracht. Dass sich dies auch in finanzieller Hinsicht niederschlagen muss, diese Konsequenz haben weder Verwaltungsspitze noch Gemeinderatsmehrheit gezogen – das ist schlicht und ergreifend schäbig“, kritisiert Fraktionssprecher Thomas Adler die mehrheitliche Ablehnung des Gemeinderats, das Pflegepersonal dauerhaft zwei Stufen innerhalb der Entgeltgruppe hochzustufen.

„Das Personal am Klinikum hat in der Coronakrise außerordentlich gute Arbeit geleistet – dafür wäre eine Einmalzahlung deutlich über 400 Euro angemessen gewesen. Und echte Wertschätzung für die Arbeit am Klinikum drückt sich über eine signifikante und dauerhafte Gehaltserhöhung aus“, erläutert Fraktionssprecher Hannes Rockenbauch. Der Gehaltserhöhung um eine halbe Stufe innerhalb der Entgeltgruppe habe die FrAKTION zugestimmt, weil es zumindest eine kleine Verbesserung sei, so Adler weiter.

Kritik an der Haltung der Verwaltungsspitze

„Die Verwaltungsspitze hat mit abenteuerlichen Windungen versucht, dem Gemeinderat eine angemessene Gehaltserhöhung auszureden. Es sei ein ‚nicht notwendiger Vorgriff‘ auf die Tarifverhandlungen, sowie ‚Wettbewerbsverzerrung‘. Das ist schlicht und ergreifend Unsinn und drückt nur eines aus: man ist zu geizig, den Pflegekräften eine angemessene Entlohnung zu geben“, kritisiert Thomas Adler.

„Eine große Gehaltserhöhung für die Klinikleitung ist finanzierbar, für die Formel E hätte die Stadt Geld locker gemacht, wenn sie denn eine Mehrheit im Gemeinderat bekommen hätte, für den Stadionumbau, Zuschüsse für den VfB – all das geht, aber für das Klinikpersonal nicht? Das ist nicht vermittelbar und Ausdruck von Geringschätzung“, so Hannes Rockenbauch.