SÖS LINKE PluS

Wasserspender an Stadtbahnhaltepunkten

Begründung:

Stuttgart leidet unter Hitzestress. Laut einer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) veröffentlichten Studie zum Klimawandel, wird es im ungünstigsten Fall im Stuttgarter Talkessel bis zum Jahr 2050 ca. doppelt so viele Hitzetage geben, sprich Tage, an denen die gefühlte Temperatur in mindestens 3 Stunden über 32 Grad Celsius liegt. Das wären ca. 60 Tage, wie der DWD anhand einer Zukunftssimulation prognostiziert.

Damit steigt die Belastung für Mensch, Natur und Infrastruktur erheblich an. Allein in Deutschland wurden etwa 7.000 Todesfälle der Hitzeperiode des Jahres 2003 zugerechnet sowie zahlreiche hitzebedingte Krankheitsfälle aufgrund von Dehydrierung, Hitzschlag, Herz- und Kreislauferkrankungen. Besonders ausgeprägte und andauernde Hitzeperioden gab es in Deutschland in den Jahren 2003, 2010, 2015 und 2018. Auch in diesem Jahr werden neue Temperaturrekorde verzeichnet.

Im Antrag 675/2017 „Hitzeaktionsplan für Stuttgart“ beantragte SÖS-LINKE-PluS „Die Bereitstellung öffentlicher und kostenloser Trinkstellen an stark frequentierten Orten im öffentlichen Raum.“ Die Verwaltung versprach, dieses Anliegen im Zuge der Fortschreibung des Klimaanpassungskonzepts der Stadt aufzugreifen. Diesbezüglich liegt jedoch noch immer keine Vorlage vor.

Wir sehen jedoch dringenden Handlungsbedarf. Eine einfache Lösung stellt die Installation von Trinkwassersäulen in unterirdischen Passagen und Stadtbahnhaltepunkten dar. Denn Betriebstoiletten/Nasszellen der SSB sind hier bereits vorhanden, was die Nachrüstung öffentlich zugänglicher Trinkwasserspender erleichtert. Funktionale und gestalterisch ansprechende Wasserspender, mit ausreichendem Wasserdurchfluss zur schnellen Befüllung einer Flasche, können hier unkompliziert und kurzfristig realisiert werden.

Möglichkeiten hierfür sehen wir unter anderem an den Stadtbahnhaltepunkten Rathaus, Rotebühlplatz und Charlottenplatz. Sie zeichnen sich als Knoten zudem durch eine hohe Passanten-Frequenz aus.

Wir beantragen:

Die Verwaltung lässt in Zusammenarbeit mit der SSB als Pilotanlagen drei dauerhafte Wasserspender an geeigneten unterirdischen Stadtbahn-Haltepunkten/-Passagen einrichten und übernimmt hierfür die Qualitätssicherung im Hinblick auf die Trinkwasserqualität.