SÖS LINKE PluS

Prostitution / LAGAYA

Wir beantragen:

1.    Zur Förderung von LAGAYA e.V., Verein suchtmittelabhängiger Frauen e.V.

1.1.  Die Erhöhung der Sachkostenpauschale für LAGAYA e.V. auf 4,6 Tsd. EUR jährlich ab 2018 ff.

1.2.  Die Erhöhung der Förderpauschale für LAGAYA e.V. auf 80 Prozent ab 2018 ff. Die entsprechenden Mittel sind in den Haushalt einzustellen.

1.3.  Die Aufstockung der Personalkapazität von LAGAYA e.V. „Mädchen.Sucht.Auswege“ um eine 0,5 Stelle mit entsprechender tariflicher Entlohnung. (GRDrs.: 179/17)

1.4.  Die Erhöhung des Mietzuschusses für LAGAYA e.V. „Mädchen.Sucht.Auswege“ sowie Beratungsstelle für weitere 30qm ab 2018 ff.. Die entsprechenden Mittel sind in den Haushalt einzustellen.

  1. Für die Anlauf- und Beratungsstelle „Café Strich-Punkt“ des Vereins zur Förderung von Jugendlichen e.V. zusätzlich eine 0,5 Fachkraftstelle für Sozialarbeit mit der entsprechenden tariflichen Entlohnung.

Begründung:

Nach Schätzungen der Polizei gibt es etwa 1400 Prostituierte pro Jahr in Stuttgart, davon sind ca. 50 Prozent neu in Stuttgart. Die Zahl ungewollter Schwangerschaften und sexuell übertragbarer Erkrankungen sind unvermindert hoch und steigend. Eine angemessene Betreuung ist in vielen Fällen nicht mehr möglich ein Großteil der Frauen haben auch keine Krankenversicherung.

Bereits im Jahr 2015 wurde in Stuttgart mit 4532 drogenbezogene Delikten der höchste Wert der vergangenen 30 Jahre erreicht. Im Jahr 1987 waren es 978 Delikte, im Jahr 1990 wurde die 2000er-Marke überschritten.

Um Infektionen wegen Drogenmissbrauchs und STD/STI zu vermeiden und Perspektiven zum Ausstieg aus der Prostitution und oder der Drogensucht aufzuzeigen sollen über die Angebote der freien Träger die Betroffenen längerfristig sozialarbeiterisch und medizinisch betreut werden.