Inklusions- und Praktikumsstellen für Menschen mit Behinderung bzw. gesundheitlichen Einschränkungen bei der Landeshauptstadt Stuttgart

Wir beantragen:

  1. 6 Inklusionsstellen (Kosten für LHS à 21.120 €/a) 126.720 €
  2. 6 Praktikumsstellen    60.000 €
  3. 25%-Stellenanteil für Anleitung der behinderten Menschen pro
    Praktikums- und Inklusionsstelle
  4. Finanzielle Mittel für ausgelagerte Arbeitsplätze; 5 Personen    13.000 €

Begründung:

Ein großer Arbeitgeber wie die Stadt Stuttgart hat auch einen sozialen Auftrag. Für Menschen mit Behinderung, die spezielle Anleitung und Betreuung benötigen, gibt es derzeit nur zwei Inklusionsstellen bei der Stadt. Eine davon ist im Jugendamt und eine im Sozialamt angesiedelt.

Inklusionsstellen sind für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen gedacht, die nach persönlicher Eignung, an einem passenden Einsatzort mit Anleitung entsprechend ihrem Handycap/besonderer Begabung eingesetzt werden können. Sie können aus Förderschulen kommen, sind eventuelle lernbehindert oder in körperlicher bzw. geistiger Hinsicht leistungsgemindert oder sie leiden unter psychischen Erkrankungen. Aufgrund dieser Einschränkungen können sie keinen vollen Arbeitsplatz ausfüllen und übernehmen individuell spezifische Teilaufgaben. Für diese Menschen besteht die Möglichkeit, bis zu 3 Jahren ein Praktikum zur Erprobung durchzuführen. Wenn sich danach abzeichnet, dass sie für einen Arbeitsplatz geeignet sind, sollen bei der Stadt Stuttgart sechs Stellen geschaffen werden, damit sie weiterbeschäftigt werden können. Die Kosten des Arbeitsplatzes werden in diesen Fällen zu 60 Prozent von der LHS getragen, 40Prozent übernehmen andere Träger wie Bundesagentur für Arbeit oder KVJS.

Zu 4) Manche Personen werden im 4. Jahr von einer Werkstatt für behinderte Menschen an die LHS „entsandt“, d.h. sie sind an einem ausgelagerten Arbeitsplatz tätig. Dies kostet die LHS pro Arbeitstag und pro Person 8 Euro, was bei 325 Arbeitstagen pro Person 2.600 Euro macht.