SÖS LINKE PluS

Eine Schule für Erwachsene in Stuttgart – die Konzeption der Volkshochschule Stuttgart: Ergänzung zur GRDrs 498/2014 um einen vierten Punkt

Antrag vom 26.09.2014 Nr. 259/2014

Der Bedarf an schulischen Qualifizierungsangeboten ist in unserer Stadt so groß wie noch nie, und er wird weiter steigen. Über 600 junge Leute besuchen momentan das Abendgymnasium bzw. die Vorbereitungskurse auf den Haupt- und den Realschulabschluss der Volkshochschule Stuttgart (vhs), mit steigender Tendenz. Angesichts der großen Motivation und des großen Bedarfs bei jungen Erwachsenen, einen Schulabschluss nachzuholen und angesichts des erheblichen Fachkräftemangels, dem vor allem kleine und mittelständische Betriebe gegenüberstehen, ist es für Stuttgart eine bedeutende Aufgabe, gute und bezahlbare Angebote im zweiten Bildungsweg zu machen. Die Volkshochschule Stuttgart ist hierfür prädestiniert, denn der Erwerb von Schulabschlüssen gehört zum Bildungsauftrag und Kernangebot der Volkshochschulen in ganz Deutschland. Es überrascht daher nicht, dass der Aufsichtsrat der vhs bereits im März 2013 die Etablierung einer “Schule für Erwachsene” als zukunftsweisenden Schritt betrachtet hat.

Die skeptisch bis ablehnende Haltung der Stadtverwaltung gegenüber der “Schule für Erwachsene”, die in der Begründung zur GRDrs 498/2014 zum Ausdruck kommt, wird von den antragstellenden Fraktionen nicht geteilt – im Gegenteil.

Wir beantragen, die Beschlussvorlage um einen vierten Punkt zu ergänzen:

“4. Der Volkshochschule Stuttgart wird die Möglichkeit gegeben, den aus Sicht der Verwaltung “reizvollen Gedanken” einer Schule für Erwachsene im Verwaltungsausschuss vorzustellen.”

In der Vorstellung sollen die grundsätzlichen Ziele der “Schule für Erwachsene” sowie die pädagogischen, räumlichen und finanziellen Aspekte einer Umsetzung dargestellt werden.

Stellungnahme zum Antrag vom 24.10.2014

Das Konzept für die „Schule für Erwachsene“ soll zunächst im Aufsichtsrat der vhs in der Sitzung Anfang nächsten Jahres vorgestellt werden.

Anschließend, also auch Anfang des nächsten Jahres, wird die Leiterin der vhs, Frau Mikasch-Köthner, dem Antrag entsprechend den Verwaltungsausschuss über die grundsätzlichen Ziele der „Schule für Erwachsene“ sowie die pädagogischen, räumlichen und finanziellen Aspekte einer Umsetzung informieren.