SÖS LINKE PluS

Erhalt der Weißenhofsiedlung – Stadt gefordert!

„Die Weißenhofsiedlung mit dem UNESCO Welterbe und einem herausragenden baugeschichtlichen und architektonischen Charakter muss dauerhaft erhalten und in öffentlicher Hand bleiben“, fordert Thomas Adler, Fraktionsvorsitzender der Fraktionsgemeinschaft SÖS LINKE PluS.

„Wir halten allerdings einen Kauf durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft SWSG nicht für den richtigen Weg. Gerade in Zeiten von explodierenden Mieten und Wohnungsnot gehört es nicht zu den vordringlichen Aufgaben der SWSG, ein Kulturerbe von Weltrang wie die Weißenhofsiedlung zu verwalten. Wir wollen deshalb, dass die Stadt Weißenhof- und Beamtensiedlung direkt erwirbt, nicht die SWSG“, so Adler weiter.

„Die vielseitigen kulturellen, sozialen und baugeschichtlichen Anforderungen der Weißenhofsiedlung kann die Landeshauptstadt Stuttgart besser gewährleisten als die SWSG“, so der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Fraktionsgemeinschaft, Luigi Pantisano weiter, „die SWSG hat sich in der Vergangenheit nicht als Hüterin des Denkmalschutzes hervorgetan“. Aufgrund von wenig durchdachten Sanierungsmaßnahmen der SWSG in der Wallmer-Siedlung in Untertürkheim wurde der Denkmalschutz für die dortigen Gebäude entzogen. „Um solch ein Szenario bei der Weißenhofsiedlung zu verhindern, plädieren wir für einen direkten Erwerb durch die Landeshauptstadt Stuttgart“, begründet Luigi Pantisano den Antrag beim Aufsichtsrat der SWSG.

Die Fraktionsgemeinschaft hat klare Vorstellungen, wie im Falle eines Ankaufs der Weißenhofsiedlung damit umgegangen werden soll. „Mieterhöhungen müssen ausgeschlossen, bei Neuvermietungen sollen soziale Kriterien in den Vordergrund gestellt und auf eine soziale Durchmischung geachtet werden“, ergänzt Stadtrat Thomas Adler, „ein Weiterverkauf, ob als Gesamtheit oder Einzelimmobilien, muss verbindlich ausgeschlossen werden.“

„Um die Weißenhofsiedlung in ihrer Gesamtheit und Bedeutung zu erhalten, fordern wir die Einrichtung eines erweiterten Gestaltungsbeirats mit Veto-Rechten“, sagt Luigi Pantisano abschließend.