SÖS LINKE PluS

Mehr Sitzgelegenheiten in der Königstraße und in der Kirchstraße

Wir beantragen:

  1. Die Schaffung von weiteren 60 Sitzgelegenheiten um die Baumrondelle in der oberen Königstraße auf dem Abschnitt Schlossplatz – Schulstraße, wobei darauf geachtet werden soll, dass mindestens die Hälfte davon 4 und mehr Sitzgelegenheiten nebeneinander umfasst.
  1. Die Schaffung von weiteren 60 Sitzgelegenheiten um die Baumrondelle in der unteren Königstraße auf dem Abschnitt Schlossplatz – Springbrunnen in Höhe Thouretstraße, wobei darauf geachtet werden soll, dass mindestens die Hälfte davon 3 und mehr Sitzgelegenheiten nebeneinander umfasst.
  1. Die Schaffung von weiteren 60 Sitzgelegenheiten um die Baumrondelle in der unteren Königstraße auf dem Abschnitt Württembergische Bank – Hauptbahnhof, wobei darauf geachtet werden soll, dass mindestens die Hälfte davon 3 und mehr Sitzgelegenheiten nebeneinander umfasst.
  1. Die Schaffung von Sitzgelegenheiten in Gestalt von Holzumrandungen um alle vier Seiten der drei Baumvierecke in der Kirchstraße im Bereich unterhalb der Stiftskirche.
  1. Für die neuen Sitzgelegenheiten in der Königstraße schlagen wir statt der bisherigen Metall-“Grillroste“ eine Lösung in thermobehandeltem Holz vor.

 

Begründung:

zu Pkten 1-3: In bestimmten Bereichen der unteren und oberen Königstraße besteht ein gravierender Mangel an Sitzgelegenheiten, die Passanten das Pausieren und Verweilen ermöglichen, ohne gleich konsumieren zu müssen. So gibt es auf dem Abschnitt Schlossplatz – Schulstraße nur 64 Sitze, auf dem Abschnitt Schlossplatz – Springbrunnen in Höhe Thouretstraße gar nur spärliche 16 Sitzplätze, meist als Einzel- höchstens Zweiersitze. Besonders an Sonnentagen sind die vorhandenen Sitze dort alle besetzt, es ist so gut wie unmöglich, freie Plätze zu finden, insbesondere, wenn man zu mehreren unterwegs ist. Besonders für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, ist dies eine unhaltbare Situation. Vor kurzem wurde beobachtet, wie eine fünfköpfige Gruppe von Behinderten, teilweise gehbehindert, mit Betreuer versuchte, am Anfang der oberen Königstraße in Höhe des Buchhauses Wittwer zu pausieren. Einer bekam den Einzelsitz, die übrigen nahmen notdürftig auf der Metallumrundung um die Baumscheibe Platz, der Betreuer stand. Dies ist beschämend und einer Stadt, der daran liegt, dass sich ihre Bürger_innen gleich wie auch Bersucher_innen von außerhalb in der City aufhalten und wohlfühlen können, nicht würdig. Verschärft wurde die Mangelsituation an Sitzgelegenheiten in der Königstraße im Jahr 2016, als die Stadt mit dem fragwürdigen „Argument“, Wohnsitzlose an der Nutzung der Bänke zum Übernachten zu hindern, die Sitzbänke rund um die Baumscheiben der Platanen in der unteren Königstraße in Bahnhofnähe abgebaut und durch Einzelsitze ersetzt hat.

zu Pkt. 4: Der Bereich in der Kirchstraße unterhalb der Stiftskirche wird von Passanten gerne genutzt, um zwischen Einkäufen zu verweilen oder in der Umgebung erstandenes Fingerfood zu verzehren. Dort gibt es kaum Sitzgelegenheiten. Mangels einer Möglichkeit, sich niederzulassen, nutzen Passanten die – meist schmutzige – Treppe, dabei könnten die Pflanzvierecke um die dort stehenden Bäume leicht genutzt werden, um größere Sitzbereiche entstehen zu lassen.

zu Pkt. 5: Metallroste als Sitzgelegenheiten verunzieren das Stadtbild und und tragen nicht zum ästhetischen Image einer Großstadt bei. Sie sind wenig einladend, lieblos und zeugen von wenig Geschmack; sie wirken nicht nur kalt, sondern sind es auch. Die Rückkehr zu einer thermobehandelten, lange haltbaren Sitzvariante in Lärchen-, Eschen- oder Buchenholz würde die Flaniermeile der Stuttgarter City erheblich aufwerten.